Energieeffizienz und Beleuchtungsoptimierung

Volksbank-Remseck-Aldingen

 

Zirka 20 Prozent des weltweiten Energieverbrauches entfallen auf Beleuchtungsanlagen – in Bürogebäuden beträgt der Verbrauchsanteil für Beleuchtung sogar 30 bis 45 Prozent. Damit wird das enorme Einsparpotenzial von energieoptimierten Beleuchtungsanlagen deutlich.

Die intelligente Nutzung des Tageslichts, die Vermeidung unnötigen Stromverbrauchs und die an unterschiedliche Sehaufgaben angepasste und über Wartungsfaktoren langfristig gesicherte Lichtleistung sind die wichtigsten Ansätze zur energiesparenden Beleuchtung von Gebäuden.

Mit einer Analyse der aktuellen Beleuchtungskosten beginnt der Weg zur effizienten Beleuchtungsanlage. Sie begreift die Wechselwirkungen der Bereiche Ökonomie, Ergonomie und Ökologie einer Beleuchtungselektronik und erschließt daraus Einsparmöglichkeiten.

 

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Beleuchtungskonzepte sind oft sehr unterschiedlich. Wichtig ist, dass neben den ästhetischen und normativen Vorgaben auch die Anforderungen der Sehaufgabe für gute Beleuchtung berücksichtigt werden. Nur mit hoher Zufriedenheit der Nutzer ist auch ein Wohlbefinden zu erreichen.

 

Energieeffizienz mit LED-Technologie

LEDs sind ausgesprochen energieeffizient und haben bei zuverlässigem Temperaturmanagement eine lange Lebensdauer.

Da die LED selbst robust, unempfindlich, vibrationsfest und bruchsicher ist, ist die Breite der Anwendungsbereiche besonders groß. Mit den neuen Bauformen der LED kommen Veränderungen beim Leuchtendesign hinzu. Bestimmend für die Effizienz der Leuchten sind die optimale Abstimmung von LED-Modulen, deren Lichtfarben, Lumenpakete und vorgeschaltete Optiken. Dabei ist auch die geeignete Lichtqualität zu beachten. Ergänzt um Lichtmanagementsysteme können die Energiesparpotenziale der LEDs voll ausgeschöpft werden.

 

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Mit dem Effizienzrechner auf der Seite www.regiolux.de können schnell und einfach unterschiedliche Anlagen bezüglich der Kosten und der Amortisation betrachtet werden. Eine Lichtberechnung wird zusätzlich benötigt, um sicherzustellen, dass auch Beleuchtungsniveau, Gleichmäßigkeit sowie Blendungsbegrenzung gewährleistet sind.

 

Beleuchtungsoptimierung

Um den gewachsenen Anforderungen an die Energieeffizienz zu genügen, sollten Beleuchtungsanlagen unter energetischer Sicht optimiert werden.

Die Beleuchtungsoptimierung betrifft sowohl die Sanierungen von Altanlagen wie auch neu zu installierende Lichtsysteme. Die dabei zu untersuchenden Komponenten sind:

  • Leuchtmittel (insbesondere Lichtausbeute)
  • Betriebsgeräte (Anschlussleistung, Startverhalten, Stand-by-Verluste)
  • Lichttechnik der Leuchte (Leuchtenbetriebswirkungsgrad und Lichtverteilung)
  • Lichtqualität (Farbwiedergabe und Entblendung)
  • Lichtmanagement (Lichtregelung, Präsenzerkennung)
  • Wartung (Langlebigkeit, Wartungsfreundlichkeit)

Bisher unrentable Amortisationszeiten reduzieren sich vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und durch staatliche Subventionierung der Sanierung von Altanlagen und der Errichtung von Neuanlagen mit energieoptimierten Beleuchtungssystemen.

Lichttechnik - Leuchtenbetriebswirkungsgrad

Leuchten, bei denen die Anwendung im Vordergrund steht, sollten mit einem bestmöglichen Leuchtenbetriebswirkungsgrad konzipiert sein. Dazu gehören bei den lichtlenkenden Teilen die Verwendung hochwertiger Materialien und der Einsatz neuester Techniken wie die Verwendung exzellenter Linsentechnologie oder bester Diffusoren und Scheiben. Weitere Kriterien sind die Lichtverteilung und das thermische Verhalten der Leuchte, abgestimmt auf die Beleuchtungsaufgabe. Das optimale Zusammenspiel dieser Faktoren führt zu Leuchten, die ein Höchstmaß an Licht abstrahlen. Und das minimiert die erforderliche Leuchten-Stückzahl für eine Anlage.

Wartung der Beleuchtung

Wartungsarme Systeme, geschlossene Leuchten mit hohem Leuchtenwartungsfaktor und durchdachte, einfache Möglichkeiten, das Leuchtmittel auszutauschen, helfen die Betriebskosten zu senken und steigern gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit. Empfehlenswert ist die Auswahl von Leuchtmitteln mit hoher Lebensdauer und somit geringer anzusetzenden Wechselkosten.

Autoren

Steffen Häusler, Technischer Berater FV EIT BW (Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg), Wolfgang Hertinger, Regiolux GmbH

Bilder

1a: Jana Wenderoth, 1b: Michael Moser; 1c und Auftaktbild: Tredeaux Grobler; alle für Regiolux

Grafiken

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Qualitätsmerkmale von LED-Leuchten: Bewerten, vergleichen, positionieren